Über Uns

Seit 1996 bietet die Open School eine breite Palette von Workshops für Schulklassen an, die das Ziel haben, das Verständnis von Gerechtigkeit, Frieden und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Das Logo der Open School zeigt verschiedene Elemente von oben, die in einem offenen Kreis angeordnet sind. Die Konturen und Farben überlagern sich zum Teil und gehen ineinander über.

Lokal trifft global – unser Kleines Einmal-Eins

Weltweit wächst die Kluft zwischen Arm und Reich, Machtverhältnisse sind extrem ungleich und die Endlichkeit der Ressourcen wird offensichtlich, was sich an immer mehr Kriegen und Verteilungskämpfen zeigt. Klar ist, dass das vorherrschende, auf Wachstum basierende Entwicklungsmodell nicht tragbar ist. Bildung ist (davon sind wir überzeugt) ein unerlässlicher Faktor, um die Weichen grundlegend verstellen zu können – weg von einer zerstörerischen hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft.
In der Open School sollen junge Menschen erfahren, dass sie keine Zuschauer_innen im globalen Geschehen sind, sondern wichtige Akteur_innen bei der Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung. Das Projekt bietet den Schüler_innen die Möglichkeit, globale Abhängigkeiten und Realitäten wie Armut, Ausbeutung, Rassismus oder Umweltzerstörung wahrzunehmen und zu reflektieren. Dabei geht es nicht darum, sich mit dem Status Quo abzufinden und angesichts der weltweiten Herausforderungen zu resignieren. Vielmehr möchten wir Lehrende und Schüler_innen dazu ermutigen, die eigenen Wertesysteme, Kultur und Lifestyle selbstkritisch in den Blick zu nehmen und für eine globale nachhaltige Entwicklung aktiv zu werden. Think global – act local!

Willkommen in der Welt

Wie leben und arbeiten Menschen hier und anderswo? Welche unterschiedlichen sozialen und politischen Ausgangsbedingungen gibt es und warum ist das so? In jeder Schulklasse – sei sie in Hamburg, Hongkong oder Hyderabad – spiegeln sich die Einflüsse der Welt wider. Die Kinder und Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Ländern, können diverse Sprachen, haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht, verfügen über viel oder wenig Geld, haben mal gleiche und mal verschiedene Meinungen. Die Identitäten in einer globalisierten Welt sind vielfältig. Alle Entwicklungen auf unserem Planeten haben eine Geschichte.

Das sind unsere Multiplikator_innen

Auch für uns gilt: Jede Schule kann nur so gut sein wie ihre Vermittler_innen. Die Open School stützt sich auf Kenntnisse und Erfahrungen von Menschen, die in ihrem jeweiligen Thema Expert_innen sind und für dieses Thema „brennen“. Unsere über 30 freiberuflichen Multiplikator_innen sind u.a. Kunst- und Kulturschaffende, Wissenschaftler_innen, Mitarbeiter_innen von Nichtregierungsorganisationen, Journalist_innen und engagierte Unternehmer_innen. Unter den Multiplikator_innen sind Menschen, die in Ländern des Globalen Südens gelebt haben oder aus diesen kommen und Menschen, die nach Hamburg geflüchtet sind. Ihre Erfahrungen in der globalisierten Welt und ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit, Frieden und nachhaltige Entwicklung sind eine wertvolle Ressource, die in ihre Arbeit einfließt und die Besonderheit für Welt-Klasse-Lernende ausmacht.
Durch die Unterstützung, Begleitung und Qualifizierung der Multiplikator_innen gewährleistet die Open School einen hohen Standard in Bezug auf ihre Angebote. So werden Referent_innen regelmäßig über neue Entwicklungen im Bereich von BNE und Globalem Lernen informiert und es finden Austausche & Fortbildungen statt.

Von A wie Abschiebung bis Z wie Zoll – das steht bei uns auf der Agenda

Das aktuelle Angebot besteht aus rund 40 Workshops, Projekt- und Profiltagen, Stadtrundgängen und Hafenrundfahrten, die jeweils auf Anfrage stattfinden. Es richtet sich an Schüler_innen aller Jahrgangsstufen und Schulformen. Näheres zu Organisation und Ablauf erfahren Sie unter dem Menüpunkt Für Schulklassen.
Für Lehrer_innen bietet die Open School zudem Beratungen zum Globalen Lernen und Unterstützung bei Projekttagen an. Aktuelle Angebote und Veranstaltungen finden sich auf der Startseite.
Inter, trans und multi – das sind unsere Methoden
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen erfordern ein hohes Maß an aktiver Beteiligung und Interdisziplinarität, denn nur so können lang anhaltende Ergebnisse erzielt werden. „Globales Lernen fördert die Reflexion über sich selbst, etwa über eigene Werte und Perspektiven, Denkmuster und Stereotypen bzw. Rassismen. Das Lernen findet ganzheitlich, interaktiv, partizipativ, multiperspektivisch, prozessorientiert sowie erfahrungs- und handlungsorientiert statt“, heißt es treffend im Positionspapier „Kein Wandel ohne Bildung“ der Eine-Welt-Landesnetzwerke. Das bedeutet, dass die Lernmethoden des Globalen Lernens genau so vielfältig und umfassend sind wie seine Themen.
Globales Lernen ist zunehmend auch Lernen unterwegs und Lernen in Bewegung. Wo immer möglich, finden die Open-School-Workshops an Orten statt, die für die jeweiligen Themen relevant sind: eine Bootstour durch den Hafen, ein Besuch im Fair-Trade-Zentrum, eine Führung durch die Stadt oder ein Besuch einer Stadtteilinitiative.

Die Tür ist offen – Open School

In den über fünfzehn Jahren ihres Bestehens hat sich die Open School in Hamburg zu einem der wichtigsten Anbieter in den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen entwickelt. Mehr als 70.000 Schüler_innen haben seit 1996 an unseren Veranstaltungen teilgenommen. Die Open School wurde insgesamt fünfmal als offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. All dies ist kein Grund, sich auszuruhen, finden wir. Fragend schreiten wir voran und sind offen für Anregungen, Kritik und neue Kooperationen.

Kontakt: info [at] openschool21.de