DIE ZUKUNFT DES FISCHS
Welche Alternativen gibt es zu Überfischung und industriellen Aquakulturen?

Das Meer ist die Lebensgrundlage unserer wachsenden Weltbevölkerung. Weltweit decken 2,9 Milliarden Menschen 20% ihres Proteinbedarfs durch Fisch – und es werden immer mehr.

Pro Kopf hat sich der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten über die letzten 50 Jahre verdoppelt. Durch Überfischung sind heute 90 % der globalen Fischbestände maximal genutzt oder bereits überfischt. Dazu kommt die illegale Fischerei, die einen Anteil von bis zu 31% der globalen Fischerei ausmacht. Die Schwächung und das Verschwinden einer gesamten trophischen Ebene im Nahrungsnetz hat katastrophale Folgen für das gesamte Ökosystem Meer.

Als eine Antwort auf die Überfischung der Meere wurden seit den 1970er Jahren Aquakulturen massiv gefördert. In diesen Fischfarmen werden heute über 74 Millionen Tonnen Fisch für den globalen Markt gezüchtet.

In diesem Workshop lernen die Schüler:innen auf spielerische Art, wie eine zukunftsfähige Fischerei aussehen könnte. In einem Planspiel nehmen sie die Rolle von Fischer:innen ein, ziehen auf die Meere und befischen diese. Dabei wird das Problem der Überfischung zugänglich gemacht und verdeutlicht. Im Anschluss reflektiert die Gruppe ihre Spiel-Erfahrungen und sucht nach Lösungen, wie Fisch und Meer gerettet werden können. Wie sehen ökologisch vertretbare Aqua-Kulturkonzepte aus? Was bewirken Schutzzonen zur Erholung der Fischbestände? Welche Gütesiegel und Handlungsoptionen für das eigene Konsumverhalten gibt es?

Der Workshop passt zum Schwerpunkt I des Abiturprüfungsthemas Geografie »Geoökologische Systemanalyse eines ausgewählten Geoökosystems«.


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