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Open School Online

Liebe Lehrer*innen und liebe Eltern,

die Open School ist vorerst geschlossen. Hier startet (und wächst) unser digitales Klassenzimmer mit Hinweisen, Tipps und Anregungen rund ums Globale Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung.  Wir sammeln Informationen zu Themen, die uns am Herzen liegen und die fester Bestandteil unserer Bildungsangebote sind.  Neben dem Lernen sollen hier informative Unterhaltung, Spaß und Spannung im Fokus stehen. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert und um neue Themen ergänzt.

Viel Spaß beim Stöbern, Hören, Ausprobieren und Spielen!

Eure Open School 21

#01 Klimawandel & Klimaschutz

19.3.2020: Die Jugendbewegung “Friday for Future” hat gezeigt, dass sich der Klimawandel nicht aussitzen lässt. Die globalen Veränderungen findet seit langem statt, der Klimawandel hat bereits jetzt massive Auswirkungen auf unser Leben. Was heißt das konkret und was können wir tun, um diesen Prozess zu verlangsamen?

Für Grundschüler*innen geeignet

  • Lernen mit Pixi
    Pixi Wissen TV hat ein schönes Erklärvideo zum Klimawandel erstellt, das zum einen veranschaulicht, was Klimawandel bedeutet und Ideen zum Klimaschutz vorstellt.
  • Kika präsentiert Geronimo
    Die berühmte Maus Geronimo Stilton erlebt jede Menge Abenteuer und begegnet bei seinen Reisen immer auch wieder dem Klimawandel. In der Folge Gefangen im Eis geht es z.B. um schmelzende Polarkappen und auch in Heiße Nachrichten vom Nordpool berichtet Geronimo von schmelzenden Eisbergen.
  • Kakadu.de
    Die Kinderradiosendung Kakadu widmet sich immer wieder Themen rund um den Klimawandel und zeigt, was Kinder aktiv dagegen tun.
    62 Wie retten wir Lebensmittel? Beitrag vom 28.1.20
    12 Was passiert mit unserem Müll? Beitrag vom 1.8.2019
    10 Wie baue ich die perfekte Waldhütte? Beitrag vom 25.7.19
    3 Warum gehen Kinder auf Klima-Demos? Beitrag vom  2.7.19

 Für Sekundarstufe 1 und 2

  • Planet-Schule.de
    Planet Schule ist das multimediale Schulfernsehn von SWR und WDR. Hier gibt es eine tolle Mediensammlung zum Klimawandel mit Filmen zur Erderwärmung, Energie und Ernährung.
  • Quarks.de
    Die Kinderwissenssendung Quarks.de hat eine informative Seite zum Klimawandel erstellt. Dort kann man seinen C02-Fußabdruck testen und lernen, was man selbst tun kann, um CO2  zu reduzieren. Die Sendung “Klimahelden in NRW” stellt Jugendliche vor, die sich für Umwelt- und Klimaschutz engagieren.
  • 2 Erklärvideos auf Youtube
    Auch für ältere Schüler*innen gibt es Erklärvideos, die einen Einstieg ins Thema geben. Wir empfehlen die sachlich gehaltenen Videos von explainity und von youknow, die zeigen, wie Klimawandel, Treibhauseffekt und globale Erwärmung zusammenhängen.
  • Logo! ZDFtivi
    Auch Logo! hat eine Themenseite zum Klimawandel erstellt, auf der alle Beiträge rund um CO2, Energie, Essen, Wälder, etc. gesammelt sind.
  • globales-lernen.de
    Ein Blick auf das bundesweite Portal Globales Lernen lohnt sich. Auch hier gibt es eine Themensammlung mit Fokus auf Fridays for Future.
  •   Global ideas von DW
    Auch die Deutsche Welle hat Infofilme zum Klimawandel von internationalen Autor/innen zusammengestellt. Hier werden viele Projekte zum Schutz von Klima und Biodiversität vorgestellt, die dazu inspirieren möchten, selbst aktiv zu werden.
  • Hamburger Bücherhallen online gratis
    Die Hamburger Bücherhallen stellen für die kommenden 6 Wochen ihr Online-Angebot gratis zur Verfügung. Dort gibt es nicht nur jede Menge e-Bücher und e-Infos zum Thema Klimawandel, sondern auch den eindrücklichen Film “Nicht ohne uns!”. Die Reportage porträtiert 15 Kinder auf 5 Kontinenten, die sich Sorgen um die Natur & Umwelt machen und die für den Erhalt ihres Lebensgrundlagen kämpfen. Der Film hat die Altersempfehlung ab 10 Jahren.
  • DokuWissen: In Zukunft nachhaltig
    Das ZDF sammelt 30 minütige Dokumentationen für den Plan b, wo unter anderem zu sehen ist, wie man anders essen kann für das Klima, wie Städte der Zukunft oder Faire Fairen aussehen könnten oder auch ein Film darüber, warum alles Bio nicht immer alles ok bedeuten kann.

# 02 Kinder & Jugendliche weltweit & hier

In Zeiten, in denen Reisen nicht möglich sind, haben wir Erzählungen, Filme, Podcasts gesichtet, die zeigen, wie der Alltag von Kindern und Jugendlichen ist. Wie leben sie, was interessiert und beschäftigt sie, was sind ihre Wünsche und Ideen? Wir haben hier Filme und Podcast ausgesucht, in denen junge Menschen ihr eigenes Leben beschreiben. Zu Wort kommen auch unterschiedliche Kinder und Jugendliche aus Deutschland, deren vielfältiges Wissen, ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und (Familien-)Geschichten das Leben hierzulande prägen. Vielfalt, Migration, Globalisierung, Teilhabe sind im Globalen und im Lokalen zu finden.

Für Grundschüler*innen geeignet

  • Mikado-Weltreise
    Der NDR hat sein Online-Angebot erweitert. Empfehlen möchten wir die Mikado-Weltreise. In kurzen Episoden werden Einblicke gibt es Eindrücke u.a. aus Japan, Tansania, Nepal, Alaska oder Vietnam.
  • radijojo: Wir entdecken die Welt
    Radiojojo ist ein gemeinnütziges Kindermedienprojekt aus Berlin, das von Kindern für Kinder gemacht wird. In der Reihe “Wir entdecken die Welt” lernen Grundschulkinder, nicht nur, wie man Radio mach, sie erstellen auch tolle Sendungen zu Themen wie Kinderrechte, gutem Leben und globale Gerechtigkeit. 
  • Betthuperl: Familien dieser Welt
    Dem Bayrischen Rundfunk gibt es ein ähnliches Angebot: Familien dieser Welt porträtiert in sechs Folgen das Leben von Kindern in Indien,  Bukina Faso, Australien, Pakistan und Uganda.
  • WDR-Planet Schule
    In der mehrteiligen Serie “Zuflucht gesucht” werden in kurzen, animierten Filmen die Fluchtgeschichten von verschiedenen Kindern erzählt.

    Für Sekundarstufe I geeignet

  • #Wir Freundschaft grenzenlos
    In der Serie #Wir Freundschaft grenzenlos vom SWR-Kindernetz stellen sich jeweils zwei gute Freund*innen vor und erzählen, was sie miteinander verbindet und zeigen, warum Freundschaft grenzenlos ist.
  •  Ard-Mediathek
    Hier werden Geschichten und Filme gesammelt, die die Lebensrealität von Kindern in der ganzen Welt zeigen. Porträtiert wird die 12-jährige Abdullah, die leidenschaftlich Streetdance macht oder die 10-jährige Anni, die auf der esthnischen Insel Kihnu lebt.
  • ZDFtivi stark!
    “stark! jetzt erzähle ich!” – so heißt die Kurzfilmreihe von ZDF-Tivi, in der sich Kinder und Jugendliche selbst vorstellen. Dabei kann man u.a. Ivik kennen lernen, der in Grönland auf die Jagd geht,  die Kölnerin Nouhaila, die deutsche Vizemeisterin im Boxen ist oder Tsering, der am Fuße des Mount Everest lebt und sich über den Müll ärgert, den Tourist*innen dort liegen lassen.

Für Sekundarstufe II geeignet

  • Correctiv! Auf eine Shisha mit…
    In der Videoserie des gemeinnützigen Recherchekollektiv Correctiv! trifft der Journalist Hüdaverdi Güngör sehr unterschiedliche Deutschtürk*innen aus dem Ruhrgebiet und unterhält sich mit ihnen über ihr Leben und ihre Träume. Sehr sehenswert ist die Reihe, in der intensive Gespräche über Identität, Heimat, Rassismus und Zugehörigkeit geführt werden.haben wir uns daher rund ums Themenfeld Plastik & Upcycling umgehört und durchgeklickt. Da es hierzu eine enorme Fülle an Filmen, Materialien und kreativen Ideen zum Zeitvertreib gibt, ist hier nur eine kleine Auswahl möglich, unser Best of Plastik/-vermeidung. 

    # 03 Und was ist mit Plastik?

    Für den dritten Teil haben wir zum Thema Plastik & Plastikvermeidung recherchiert. Da es hierzu eine enorme Fülle an Filmen, Materialien und kreativen Ideen zum Zeitvertreib gibt, ist hier nur eine kleine Auswahl möglich. Hier also unser Best of Plastic-not-fantastic. 

    Für Grundschüler*innen geeignet

    • Sachgeschichte: Plastikmüll im Meer
      Die Mausreporterin Shiam besucht die Nordseeinsel Mellum und sammelt mit Umweltschützer*innen Plastikmüll am Strand. Dort findet sie einen blauen Plastikhund und begibt sich auf die Suche, woher der Müll kommt und besucht Forscher*innen, die zeigen, dass sich auch schon im Sand jede Menge Mikropartikel Plastik finden lassen.
    • Mikado meets Mikroplastik
      Auch die Kinderradiosendung Mikado erklärt, was Mikroplastik ist und hier kommen viele Kinder zu Wort, die ihr Wissen über Plastik teilen.
    • Greenpeace-Kids aktiv gegen Plastik
      Die Greenpeace-Kids sind schon lange dem umweltzerstörenden Plastik auf der Spur. So haben sie beispielsweise ein Müllmonster zum Großkonzern Nestle gebracht, sie probieren, wie es sich für einen Monat komplett ohne Plastik lebt oder sie zeigen, wie man aus einer Shampoo-Flasche eine Stiftebox macht.

    Für Sekundarstufe I & II geeignet

    • Kurze Erklärvideos von Schlaumal und Faszination Wissen
      Youtube ist eine gute Quelle für viel Quatsch, aber auch für viel Informatives. Vor allem die kurzen Erklärvideos können einen guten Einstieg ins Thema geben. Zu Plastik empfehlen wir Schlaumal zu Plastik im Meer und die live gezeichnete Variante von Faszination Wissen zum gleichen Thema.
    •  Checker Tobi: Der Plastikcheck
      Der Bayerische Rundfunk schickt Checker Tobi los, um das Plastik aufs Mark zu erforschen. Dazu besucht er eine Erdölbohrstation und lässt sich zeigen, wie daraus Plastik entsteht.
    •  Nano: Plastik im Meer
      Ein kurzer Film der ZDF-Wissenssendung Nano stellt die Jungkapitänin Sophie Ruge vor, die gemeinsam mit einem Forschungsteam Mikroplastik aus dem Meer fischt.
    • Doku Planet E zu Plastik & Alternativen zu Plastik
      Ersticken wir im Plastikmüll? – dies  ist die Ausgangsfrage der Doku-Reihe Planet E. In zwei halbstündigen Filmen wird gezeigt, was problematisch an Plastik ist und Teil 2 widmet sich dann verschiedenen Konzepten gegen die Kunststoff-Flut.
    • Quarks: Plastik überall
      Die WDR-Wissenssendung Quarks bündelt verschiedene Kurzvideos, die von Problem Plastik, über Mülltrennung & Recycling bis zur Müllvermeidung einen umfassenden Überblick zum Thema geben.
    • Mit offenen Karten: Müllkontinente aus Plastik
      Es gibt ganze Müllkontinente aus Plastik im Ozean. In der Arte Reihe “Mit offenen Karten” zeigt der Journalist Jean-Christophe Viktor, wo diese liegen und was sich auf ihnen befindet.
    • Fluter: Ein Meer von Müll
      Die Reporter des Jugendmagazins Fluter zeigen in ihrer Videoreportage am konkreten Beispiel von Indonesien, wie Plastik die Umwelt und das Leben dort zerstört. Es gibt auch ein ganzes Themenheft zu Plastik, das jede Menge Hintergrundinfos liefert.
    • WissensWerte: Meere und Ozeane
      Wunderschön sind die Animationen im handgezeichneten Infofilm, den Edeos Digital Education erstellt hat. Hier bekommt man einen sinnlichen Eindruck vom Leben Unterwasser und auch davon, wie Plastik diese Welt zerstört.

#04 Do-it-Yourself

In der vierten Folge legen wir den Fokus aufs Aktiv-Werden. DIY (Do-it-Yourself) heißt das Zauberwort und selber machen kann man in diesen schulfreien Zeiten sehr viel.  Dieses Mal verzichten wir auf die Alterszuordnung, da es für Fingerfertigkeiten keine Altersbeschränkung gibt. Wichtiger im Sinne der Nachhaltigkeit ist, dass nicht zu viele Ressourcen verbraucht werden, bzw.  fürs Handwerken, Basteln und Spielen Dinge genutzt werden können, die eh schon im Haushalt oder der Natur sind (und dort nachwachsen).

  • Post von Zeit leo
    Das Kindermagazin Leo verschickt täglich gegen den Corona-Koller Post für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren mit jeder Menge Bastel- & Spieltipps, Comics und kindgerechte Anleitungen, wie man ein eigenes Brettspiel, Pizzaschecken und Zaubertricks macht. Der dänische Künstler Husk Mit Navn  zeigt, wie man coole Bilder knicken kann und vieles, vieles mehr findet sich täglich im Posteingang.
  • NDR: Kreative Ideen für die Kinderbetreuung
    Sehr kreativ war Anja Deuble vom NDR, die sich überlegt hat, was Familien machen können, wenn alle Spiele ausgespielt sind und das Internet nervt.  Und es sprudelt nur so vor Ideen, die ohne viel Aufwand überall stattfinden können. Wie wär’s mit einem Vokabelquiz quer durch die Wohnung? Für Musikfans könnte es ein gemeinsamer Karaoke-Abend sein oder man macht Musik machen aus allem, was man in der Küche findet. Sportliche Familien starten mit Wattebauschweitwurf als eine Disziplin der Familienolympiade eine Nachwanderung mit Gruselfaktor, ein gemeinsamer Karaoke-Schiffeversenken im Riesenformat und eine Nachwanderung mit Gruselfaktor runden dieses gelungene Brainstorming ab.
  • NDR: Koch- und Basteltipps
    Eine Handvoll Tipps zur Beschäftigung hat der NDR hier aufgelistet. Ob Kochen mit dem Blogger Herrn Grün, musizieren mit dem Hamburger Zwergenorchester oder Basteln mit der Bastelliebe – hier gibt es tolle Gratis-Angebote, in denen viel Liebe steckt.
  • betreut.de: 101 Dinge gegen Langeweile
    Gleich 101 Ideen hat das Magazin betreut.de, um gegen Langeweile vorzugehen. Da sind klassische Tipps dabei wie T-Shirts batiken, eine Geheimsprache erfinden oder Stille Post spielen. Streberspiele, wie alle Bundesländer aufzählen oder Physikexperimente machen, aber auch Praktisches wie einen Kräutergarten für den Balkon anlegen oder ein Baumhaus bauen. Da die Liste vor Corona entstanden ist, sind einige von diesen Tipps leider nicht umsetzbar, wie Freunde auf dem Spielplatz treffen. Dennoch ein guter Überblick,  um sich inspirieren zu lassen.
  • DIY Academy
    Nicht alles lässt sich easy und unter den aktuellen Bedingungen umsetzen bei der DIY Academy, aber dennoch gibt es hier viele Tipps rund ums Gärtnern, Heimwerkeln und Zuhause-Verschönern, die Kinder und Jugendliche direkt umsetzen können. Wie wäre es mit einem Handyhalter aus einer Kassettenhülle zu bauen oder kleine DIY-Projekte im eigenen Zimmer umzusetzen, wie eine Kommode aufzupeppen, einen Stiftehalter aus Lego, eine Garderobe aus Lederschlaufen oder einen hängenden Nachttisch zu basteln? In der DIY Abademy lassen sich auf jeden Fall viele Inspirationen zum Upcycling finden.
  • Selber-machen-Tipps bei Handmadekultur.de
    Selbstgemachtes für Selbstmacher – so lautet der Slogan des DIY-Magazins Handmadekultur. Besonders empfehlenswert sind die vielen Hinweise rund um Upcyling, da hier aus Alt Neu gemacht wird und diese Projekte daher besonders ressourcenschonend sind.  Ob Tetrapaks, alte Jeans, Obstkisten, Klorollen oder verstaubte Koffer – es gibt kaum etwas, aus dem nicht was anderes Schönes entstehen kann.
  • Upcycling & Zero-Waste auf Socialmedia
    In den verschiedenen Socialmedia-Kanälen gibt es unzählige DIY-Fans, die ihre Tipps und Erfahrungen verbreiten. Sei es DIY-Linda auf Youtube, die ihre besten 30 Upclycling Ideen aus Altglas, Tetrapak & Co teilt oder die sympathische Shia, die auf ihrem Blog Wastelandrebel und auf Instagram Ideen teilt, wie man Müll vermeiden und dabei etwas selbst etwas herstellen kann.
    Ganz besonders ans Herz legen möchten wir euch den Instagram-Account “In guter Gesellschaft”. Dahinter verbirgt sich die Open-School-Referentin Alana Zubritz, die ein Zero-Waste-Cafe in Hamburg betreibt, das aufgrund von Corona gerade geschlossen bleiben muss. Sie teilt ihr Wissen und ihre Expertise auf Instagram. Dies ist zwar nur ein kleiner Trost, denn auch ihr Workshop “Zero-Waste. Wie lässt es sich müllfrei leben?” kann ja derzeit leider nicht stattfinden.

     #05 Globales Lernen digital

    Worin liegt der Mehrwert von E-Learning & dem Einsatz digitaler Medien im Rahmen des Globalen Lernens? Auch die Open School steht hier noch vor einem Berg von Fragen technischer, datenschutzrechtlicher, pädagogischer Natur.  In Folge #05 haben wir uns bei Initiativen umgeschaut, die schon seit längerer Zeit digitale Tools nutzen, um ihre Bildungsangebote zu vermitteln. Surfend bilden wir uns fort!

  • Lernsnacks von hamburg mal fair
    Unsere Kooperationspartner von hamburg mal fair (hmf) bieten schon lange eine digitale Fair-Trade-Rallye an, bei der Schüler*innen in Kleingruppen und mit Tablets ausgestattet Aufgaben rund um den Fairen Handel lösen müssen. Nun stellt hmf auf seiner Homepage digitale Lernsnacks zusammen, wie zum Beispiel eine tolle Indoor-Rallye zu den Themen Schokolade, Elektronik und Textilien, bei der Jugendliche ihr zuhause spielerisch erkunden können. Auch wird gezeigt, wie mensch eine digitale Mindmap erstellt, um gemeinsam in einer Gruppe online Brainstormen zu können. Über einen Newsletter können sich Interessierte eintragen, um auf Stand zu bleiben, wenn es einen neuen Lernsnack gibt.
  • W3: Fair durch Altona
    Die Werkstatt 3 hat im letzten Jahr den Stadtteilrundgang “Fair durch Altona” konzipiert und gratis zur Verfügung gestellt. Mit der App Actionbound kann man Läden, Orte, Initiativen in Altona kennenlernen, die besonders ressourcensparend handeln, und Quizfragen rund um Globalisierung, Konsum und nachhaltige Entwicklung beantworten. Auch wenn nicht alle Orte derzeit offen sind, ein Spaziergang allein oder zu zweit tut immer gut.
    Ein zusätzlicher Tipp für Lehrende: Der Anbieter Actionbound verschenkt derzeit kostenfreie Accounts für den Digitalen Schulunterricht und bietet zahlreiche Hilfestellungen beim Erlernen des Tools.
  • Epiz Reutlingen: Chat der Welten
    Globales Lernen heißt auch Lernen von und mit anderen Personen weltweit. Was liegt da näher, Jugendliche in aller Welt online in Austausch zu bringen. Die Initiative Chat der Welten möchte das Bewusstsein für Globale Zusammenhänge schärfen und bringt Kinder und Jugendliche aus Deutschland mit Gleichaltrigen in Afrika, Asien und Lateinamerika per Chat in Austausch.  Auf der umfangreichen Homepage gibt es didaktisch aufbereitete Workshops, Module und Kurse, die zeigen, wie so ein globaler Lern-Austausch konkret aussehen könnte.
  • SODI e.V.:  Handy Crash
    Der Solidaritätsdienst International SODI hat das Onlinegame Handycrash.org entwickelt. Hier gibt es zum einen Informatives rund um Handys, zum anderen ist Handy Crash in Bezug auf den Spiel- Spaßfaktor anspruchsvoll und orientiert sich an möglichen Zielgruppen. Diese Balance ist gar nicht so leicht zu halten, denn oft sind bildungspolitische Online-Games entweder informativ oder gamer*innenfreundlich. Hier stimmt die Kombination.
  • Kleiner Forscher Campus
    Die Stiftung “Haus der kleinen Forscher” hat ihren Schwerpunkt auf Mint-Fächer und möchte den Entdeckungs- und Forscher*innengeist schon bei Kindern in ganz jungen Jahren unterstützen. Um beispielsweise die digitalen Lernspiele für die Grundschule kennenzulernen und zu nutzen, erhalten Pädagog*innen vorab eine Webinair-Einführung, die zeigt, wie die Tools pädagisch nutzbar sind. Zudem gibt es jede Menge Online-Kurse, mit denen sich Multiplikator*innen in Bezug auf ihre medial-digitale Kompetenz schulen können. Auch eine sinnvolle Art & Weise, die coronabedingte Aus-Zeit zu nutzen, um sich digitale Tools und Wissen anzueignen…
  • BAOBAB – Globales Lernen in Österreich
    Die österreichische Plattform des Globalen Lernens heißt BAOBAB. Die Bildungsstelle bietet viele Informationen an, um Lehrende und Eltern im Homeoffice und beim Homeschooling zu unterstützen. Empfehlenswert sind hier gleich zwei Arbeitspadlets, die wie eine Pinnwand funktionieren, die Laufend ergänzt wird. Eine ist stellt nach Altersgruppen sortiert Inhalte für das Lernen@home im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung zur Verfügung. Ein Extra-Padlet widmet sich Materialien und didaktischen Fragen für Vorschule & Kita, der Elementarbereich interaktiv.

 #06 Digitale Partizipation

Hier stellen wir ein paar Best-Practice-Beispiele vor, die darauf zielen, den sozialen Zusammenhalt in der Klasse zu stärken – trotz des notwendigen coronabedingten Abstands. Wir haben diese Woche viel auf Hamburger Schulseiten recherchiert und sind begeistert von den vielen kreativen Mitmachangeboten, die wir gefunden haben. Um leichter ein passendes Werkzeug für einen möglichen Online-Austausch zu finden, gibt es am Ende dieser Liste drei zusätzliche Empfehlungen.

  • Wolfgang-Borchert-Schule: Wobo sagt Hallo!
    Besonders in der Grundschule basiert Lernen auf der engen Beziehung zwischen Lehrenden und Schüler*innen. Wie sieht das Homeschooling speziell für diese Schulform aus? Ein schönes Beispiel liefert die Wolfgang-Borchert-Grundschule in Eimsbüttel, die auf ihrer Homepage eine Art digitales Tagebuch führt. Hier meldet sich regelmäßig das Stofftier Wobo zu Wort. Wobo sorgt für Kontakt und Kontinuität – neben den Briefen, mit denen die Hausaufgaben versandt werden. Wobo macht – wie alle Schüler*innen – seine Hausaufgaben, er erzählt Witze, sorgt sich wegen Corona oder sucht Ostereier. Auch wenn die Schüler*innen nicht direkt mit Wobo in den Austausch treten, ist er ein freundlicher Begleiter für die Kleinen, der dabei helfen kann, im Homeschooling am Ball zu bleiben.
  • Lutherrothstraße: Baumeister der Schule
    Wie effektiv und gut ein Arbeitspadlet genutzt werden kann, das zeigt Lars Kühl, ein Lehrer von der Grundschule Lutherrothstraße, mit einer Aktion, die “Baumeister der Schule” heisst. Zu Beginn gibt es die Aufgabe “Baue ein Teil aus Lego (oder Bauklötzen oder anderen Materialien) und zwar was immer dir einfällt”. Dazu noch der schöne Hinweis: “Alles ist möglich!” Und was alles möglich ist, das zeigen die vielen Fotos, die die Kinder eingeschickt haben: ein Schatzgarten, ein unbekanntes Flugobjekt, ein Monster, ein Baum mit Vogel, ein Stau vor Corona oder auch eine Elfenbrücke.
  • Dulsberg Late Night Show: Ein Must-See auf Youtube!
    “Schule ist so viel mehr als das blanke Lernen” – so bringt es Björn Lengwenuns, Schulleiter der Stadtteilschule Alter Teichweg, auf den Punkt. Seit dem Shutdown gibt es wochentags die Dulsberg Late Night Show, die direkt aus der Schule übertragen wird. Der Show- und Headmaster ist der Schulleiter, den man häufig mit dem Fahrrad durch die leere Schule cruisen sieht oder er sitzt im liebevoll gestalteten TV-Studio. Mit viel Witz und Empathie beantwortet Lengwenuns Schüler*innenfragen, die per Mail oder Video eingegehen, skypt mit Abiturient*innen, die traurig sind, dass der Schulstreich ausfällt oder er tauscht sich mit Kolleg*innen aus, die berichten, wie das Homeschooling funktioniert und was sie privat noch beschäftigt.
    Mit Unterstützung der Kulturagenten Hamburg ist hier ein ausergewöhnliches Format entstanden, das pädagogisch und medial top ist. Bis in die Tagesthemen hat es die Show schon geschafft! Bisher sind über 20 Folgen entstanden, die auf Youtube einsehbar sind und auch ohne selbst an der Schule zu sein, macht es Spaß, die Sendungen anzusehen.
    Jede Show widmet sich einem Tagesthema. Mal liegt der Focus auf dem Ausnahmezustand, mal auf der besonderen Situation für Abiturient*innen oder auch auf ungewöhnlichen Themen, wie Quatsch-Machen mit Friedrich Nietzsche, Olympia 2021 oder Solidarität mit Italien. In der regelmäßigen Rubrik “Held/innen des Tages” werden Menschen rund um die Schule vorgestellt, die u.a. in der Kantine arbeiten, die Hausaufgaben zusammenstellen oder die Schulräume putzen.
    Ein festes Format sind die vielen per Mail oder Video eingesendeten Beiträge der Schüler*innen, die liebvoll und bunt arrangiert werden. Diese funktionieren wie Showeinlagen, die die jeweilige Sendung auflockern und bereichern. Hier sieht man Schüler*innen aller Jahrgangsstufen, wie sie ihren Corona-Alltag bewältigen und was ihnen dabei schwer oder leicht fällt. Filme zeigen Kinder und Jugendliche, die musizieren, singen, tanzen, Sport oder sich verkleiden. An den Beiträgen wird deutlich, wie doll die eigene Schule vermisst wird (- neben all dem Nerv, den diese mitbringen mag). Auch für die Lehrenden ist die Lehr- und Lern-Situation nicht ganz einfach, da der direkte Kontakt zur Klasse fehlt. 
    Die besondere Qualität der Dulsberg Latenight Show ist es, den Mikrokosmos “Schule im Shutdown” in seinen vielfältigen Facetten zu zeigen.  Das kreative (und sehr aufwändige) Format hat das Potential, den Zusammenhalt intern zu stärken und es belegt, dass Schule so viel mehr ist als eine schnöde Institution zur Wissensweitergabe.
  • Gymnasium Dörpsweg: Kunstchallenge
    Am Gymnasium Dörpsweg gibt es jede Woche eine Kunstchallenge, der sich die Schüler*innen stellen können und dessen Ergebnisse auf Instagram geteilt werden. In einer Woche sollten die Schüler*innen beispielsweise den Blick aus ihrem Fenster fotografieren und ihm einen passenden Namen geben. In Woche zwei ging es darum, das Corna-Virus in einer Plastik darzustellen. Die Woche drauf sollten sich die Schüler*innen ein bekanntes Kunstwerk aussuchen und es Zuhause mit 6 Alltagsgegenständen nachbauen.
  • Gymnasium Hochrad: Die Homepage als Kommunikator
    Auf vielen Schulwebseiten finden sich aktuelle Informationen rund um den Umgang mit Corona und die Vorgaben zum Homeschooling. Das Gymnasium Hochrad nutzt seine Homepage umfassender, um mit Schüler*innen in Kontakt zu bleiben und auch um Arbeitsergebenisse zu zeigen. So wird eine Fotoausstellung von Schüler*innen der 5. Klassen zum Thema Schatten gezeigt oder die Aktion Hoffnungsbriefe vorgestellt. Ein anderer Beitrag präsentiert die textilen Objekten des Wahlpflichtfachs Modedesign, auf Englisch werden die Umfrage-Ergebnisse zum Online-Schooling präsentiert oder ein Mathespiel zum Knobeln vorgestellt.
    Hier profitiert die Schule deutlich davon, dass sie schon seit langem aktiv ihre Webseite einsetzt und es beispielsweise feste Rubriken und Formate dafür gibt. Besonders schön ist, dass auch Schüler*innen selbst Artikel für ihre Schulhomepage schreiben, beispielsweise über eine Exkursion zum Wasserwerk, die noch vor der Schulschließung gemacht wurde.
  • Jugend.beteiligen.jetzt
    Wie können Jugendliche an Entscheidungsprozessen beteiligt werden, sie sieht eine Demokratiebildung in digitalen Zeiten aus, die konsequent den Fokus auf kollektiven Austausch untereinander legt? Diesen Fragen widmet sich die Plattform Jugend.beteiligen.jetzt schon länger. Auf der Seite werden verschiedene digitale Tools kurz und prägnant vorgestellt: Was kann das jeweilige Beteiligungs-Werkzeug, welche technischen Voraussetzungen braucht es, was kostet es, etc.? Wie so oft ist es gar nicht so leicht, für den entsprechenden Anspruch das passende Tool zu finden. Diese Seite gibt hier einen guten Überblick über mögliche Partzipationsformen und kann daher auch als Inspiration dienen, wie man gemeinsam zu Entscheidungen kommen kann ohne im direkten Austausch zu sein. Praktisch ist auch die Entscheidungshilfe, die den Nutzungsbedarf abfragt und dann auf mögliche Lösungen verweist.
  • Drk-Werkzeuge Digitalisierung
    Ebenfalls einen Superservice biete das Deutsche Rote Kreuz an, das digitale Werkzeuge für das Homeoffice vorstellt. Gut sortiert in 13 Rubriken werden Tools vorgestellt und beurteilt, um Telefon- oder Videokonferenzen durchzuführen. Cloud-Speicher und Messenger-Dienste werden gesichtet oder auch Suchmaschinen und Tools, um Online-Umfragen zu erstellen. Auch hier gibt es einen knappen Überblick über Funktionsweisen, Besonderheiten und Einschränkungen. Schwierig ist, dass die großen Player (wie Google, Facebook & Co) sehr dominant sind und viele Tools, die gratis sind, häufig datenschutzrechtlich nicht safe sind. Aber es gibt auch Alternativen und Ausnahmen, wie z.B. Nuudle, ein Terminfindungstool, das keine Nutzer*innendaten abfängt.
  • Bildungspunks: Empfehlungen und Beispiele zum Online-Lernen
    Ein Blich auf die Unterstützungsmaterialien der Bildungspunks lohnt sich auch sehr, weil hier nicht nur kurze Beschreibungen von Tool sind, sondern  man findet hier auch Erklärvideos und Praxisbeispiele von Lehrernden, die ihre Rezepte für den Fernunterricht teilen. Schön ist der Blog von FrolleinFlow, die für das Prinzip dirty & quick plädiert, oder die Youtube-Reihe von Jens, in der unterhaltsam und anschaulich gezeigt wird, wie ein virtuelles Klassenzimmer gelingen kann.

#07 Hamburgs Geschichte/n

In Folge #07 widmen wir uns der Geschichte Hamburgs sowie den Menschen, die diese Geschichte/n erlebt haben. Alles, was da ist, ist immer auch von Menschen gemacht und daher sind lokal-globale Geschichte/n (das Geworden-Sein von Stadt und Gesellschaften) ein fester Bestandteil jeder Open-School-Exkursion.

Für Sek 1 geeignet

  • Mikado: Zeitreise Geschichte 
    Der NDR geht in seiner Kinderradiosendung mit einem neuen Format an den Start: Mikado Zeitreise. “Geheime Verschwörungen, gemeine Belagerungen, irre Entdeckungen, wirre Verwicklungen – die alten Zeiten sind voller Abenteuer!”, so kündigt die Redaktion das Projekt an. In jeder Folge reisen die jungen Reporter Taylor, Alex und Henry mit einer Zeitmaschine zu einem historischen Ereignis, um von vor Ort zu berichten. Im Studio ist dann der Historiker Thorsten Logge zu Gast, der die Zusammenhänge der Zeit beleuchtet und das Erlebte einordnet.
    In der Folge “Als Kolumbus Indien suchte – und Amerika fand” bremst der Historiker beispielsweise die Entdecker-Euphorie und macht deutlich, dass a) Kolumbus nicht der erste Europäer war, der nach Amerika segelte und b) dass es bereits vor der vermeintlichen “Entdeckung” schon Menschen gab, die hier wohnten. Durch diese Kombination von Zeitreise und Kontextualisierung entsteht ein kindgerechtes Format, das nicht hinter dem wissenschaftlichen Stand der Forschung zurück geht. Sehr schön ist auch der Mikado-Zeitstrahl Geschichte, den Kinder sich ausdrucken können. Zu jeder Folge gibt es einen Pinn, der das vorgestellte Jahr und Ereignis markiert.

Für Sek II und Berufsschulen geeignet

  • Open School 21: Hafenbooklet
    Ganz ohne Eigenwerbung kommen auch wir nicht aus. Die Open School hat im letzten Jahr ein Booklet mit Quellen und Informationen rund um den Hamburger Hafen erstellt. Neben einer Karte gibt es hier einen Zeitstrahl mit wichtigen Ereignissen der Hafengeschichte. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten, wie “Handelswaren”, “Kolonialismus” oder “Nationalsozialismus”, finden sich Recherchelinks und mögliche Forschungsfragen für Schüler*innen. Diese Sammlung kann nur ein kleiner Trost sein für die Zeit, in der unsere Stadtrundgänger*innen ihr Wissen nicht live und unterwegs teilen können.
  • BSB: Digitales Geschichtsbuch Hamburg
    Das digitale Geschichtsbuch Hamburg widmet sich der Hamburger Geschichte von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Jetztzeit.  Die Projektleitung hat hier die Historikerin Dr. Silke Urbanski, die im Auftrag der Behörde für Schule und Berufsbildung dieses tolle  (und weiter wachsende) Projekt umgesetzt hat. Schön übersichtlich sind die verschiedenen Epochen und Phasen aufbereitet. Die Informationen sind fachlich fundiert und pädagogisch ansprechend präsentiert. Schüler*innen können Hamburger Zeitzeug*innen kennenlernen, wie beispielsweise die Zitronenjette, den rebellischen Arbeiter J.B. Kohn oder die Frauenrechtlerin Helene Lange. Es gibt zu jeder Epoche – neben klassischen Quellen und Fotos – auch Arbeitsblätter, die Forschungsfragen und Aufgaben beinhalten. Auch lohnt sich ein Blick in die Themensammlungen, z.B. zu Hanse und Handel oder zu den Gängevierteln und Elendsquartieren.
  • Mopo: Der Tag, an dem… als Podcast
    Der Tag, an dem …” – so heißt die Artikelserie von Olaf Wunder, die immer sonntags in der Hamburger Morgenpost erscheint. Vielleicht weniger bekannt ist, dass es einen gleichnamigen Podcast gibt, in dem sich der Autor in fünf-Minuten-Beiträgen jeweils ein Ereignis der Hamburger Stadtgeschichte zur Brust nimmt. Dies können markante historische Begebenheiten sein, wie 1943 die “Operation Gomorrha”, bei der die Briten Hamburg bombardierten oder 1939 der Stapellauf des Kriegsschiffes Bismarck, bei dem Zehntausende Hamburger*innen Hitler begeistert zujubelten. Es werden aber auch Tage vorgestellt, wie der 4. Dezember 1867 oder der 27. August 1914, an dem Hamburger Persönlichkeiten geboren wurden: In diesem Fall der Sänger Ludwig Isaac von den Gebrüdern Wolf bzw. die Volksschauspielerin Heidi Kabel. Deren Geburtstage nimmt Olaf Wunder zum Anlass, das Leben und Werk dieser Persönlichkeiten (und den zeithistorischen Kontext) vorzustellen. Die knapp 100 Podcastfolgen sind ebenfalls via Soundcloud oder Apple-Podcast abonnierbar.

    Im Fokus: Hamburg als Kolonialhauptstadt Deutschlands

    Globales Lernen heißt, die Verwobenheit vom Globalen mit dem Lokalen zu sehen und zu verstehen. Wenn wir heute über ungleiche Handelsbeziehungen, über Globalisierung reden, dann gibt es kaum ein Kapitel der Hamburger Stadtgeschichte, das so prägend war, wie die Kolonialzeit. Auch wenn die Phase, in der Deutschland offiziell Kolonien okkupiert hatte, offiziell “nur” von den 1880ern bis zum ersten Weltkrieg 1919 dauerte, so sind die Folgen dieser Gewaltherrschaft fatal und grundlegend. Als das “koloniale Tor zur Welt” hat Hamburg Krieg, Raub, Ausbeutung, Genozid & Versklavung massenhaft forciert und viele Soldaten, Wissenschaftler, “ehrbare Kaufleute” und Handelstreibende haben Schuld auf sich geladen. Höchste Zeit, sich diesem Teil der Hamburg-Geschichte und seinen politischen Konsequenzen intensiver zu widmen.

  • Fink: Leichen im Keller
    Einen guten Überblick gibt eine Recherchearbeit des digitalen Stadtmagazins Fink mit dem Titel “Leichen im Keller. Hamburgs koloniales Erbe”.  Hier gibt es u.a. Interviews mit Jürgen Zimmerer, Professor für afrikanische Geschichte, der – zusammen mit einem Fachkolleg – von der Hansestadt beauftragt wurde, das koloniale Erbe und die Verantwortung Hamburgs zu erforschen. Zimmerer ist der Experte schlechthin für den deutschen Kolonialismus und taucht in vielen Dokumentationen dazu auf.
  • Metropolis: Hamburgs Rolle im Kolonialismus
    Die Reportage des Arte-Magazins Metropolis widmet sich ebenfalls der Rolle Hamburgs im Kolonialismus: “Der Kolonialismus steckt tief in der DNA der Stadt”, heißt es im Vorspann. Hannimari Jokinen engagiert sich im Arbeitskreis Hamburg postkolonial und kämpft seit Jahrzehnten gegen Rassismus & koloniale Kontinuitäten. Die Aktivistin legt immer wieder den Finger in die Wunde und zeigt, wie zögerlich sich die Stadt ihrer politischen Verantwortung stellt. Sei es der Kaisersaal im Rathaus, die nach Kolonialisten benannten Straßen in der Hafencity oder die Restaurierung der riesengroßen Bismarck-Statur an den Landungsbrücken – hier werden nach wie vor nostalgische Kolonial-Traditionen gepflegt. Erst über den kontinuierlichen Druck von Aktivist*innen und Überlebenden-organisationen der vom kolonialen Genozid betroffenen Herero und Nama nehmen die Debatten um Reparationen und die Rückgabe von Raubgütern an Fahrt auf.
  • BR: Deutschlands verdrängtes koloniales Erbe
    “Der Rassist in uns – Deutschlands verdrängtes koloniales Erbe” ist eine einstündige Radiosendung des bayrischen Rundfunks betitelt. Die Sendung beginnt mit dem bewegenden Statement von Sina Lüpert vom Volk der Nama. Sie erzählt die Geschichte ihres Urgroßonkels Cornelius Frederik. Deutsche Kolonialtruppen ermordeten Frederik, seine Überreste wurden als rassistisch-voyeuristisches Anschauungsmaterial nach Deutschland verschifft. Die Nachfahrin Lüpert kämpft in München um die Anerkennung des ersten deutschen Völkermords an den Herero & Nama – ein Genozid, dem 60. bis 80.000 Menschen zum Opfer fielen und sie fordert u.a. die Rückgabe der Leichenteile und Raubgüter.
  • Blog Decolonizing Hamburg
    Wer weiter informiert bleiben möchte über aktuelle Debatten, Veranstaltungen und Aktionen rund ums Thema Post/Kolonialismus, dem sei der Blog Decolonizing Hamburg des Bildungsbüros Hamburg e.V. empfohlen. Hier werden auch diverse Stadtrundgänge zu Hamburgs Kolonialgeschichte angeboten, die allerdings – wie unsere Open-School-Stadtrundgänge derzeit auch – aktuell ausfallen müssen.