Foto: Initiative 19. Februar Hanau (https://19feb-hanau.org)

Rassismus tötet: Ein Jahr nach dem Anschlag von Hanau

Vor einem Jahr wurden in Hanau 9 Menschen Opfer einer rechtsterroristischen Tat: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov.  Auch die 72 jährige Mutter des Täters, Gabriele R., wurde von ihm erschossen. Gegen den Vater des Attentäters, der das rassistische Weltbild seines Sohnes forcierte und unterstützte,  wird bis heute nicht ermittelt.

An vielen Orten finden unter dem Motto “Hanau ist überall” zum Jahrestag des Anschlags Kundgebungen, Gedenkfeiern und Demonstrationen statt. In der Initiative 19. Februar haben sich Angehörige, Überlebende und Betroffene zusammengeschlossen. Die Initiative recherchiert zum Tathergang und zur Untätigkeit der Behörden und legt eine “Kette des Versagens” offen. Auch ein Jahr danach fehlt es nach wie vor an Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen.

In den Medien gibt es ebenfalls zahlreiche Hintergrundberichte zu Hanau. Eine gute Sammlung von Weblinks findet sich am Ende des Wikipedia-Artikels. Die Open School 21 hat im letzten Jahr eine allgemeine Themensammlung zu Rassismus in Deutschland zusammengestellt. Über Rassismus reden bedeutet auch, das eigene Involviert-sein in rassistisches Denken & Handeln zu reflektieren. Rassismus be-trifft jede Gesellschaft und Person –  wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

#PowernachHanau
#SayTheirNames
#Rassismustötet

 Foto: Initiative 19. Februar Hanau