VON GRENZWÄLLEN, GIRAFFEN UND GALAO
DAS HAMBURGER SCHANZENVIERTEL IM WANDEL DER ZEIT

Einflüsse aus allen Teilen der Welt sind im Schanzenviertel schon seit Jahrhunderten zu finden und es wird oft von einem »Multikulti«- Viertel gesprochen. Aber entspricht das heute noch der Realität? Der Name des Viertels geht auf die Zeiten zurück, als hier Dänemark gegen Hamburg kämpfte. Zu Zeiten der Industrialisierung kurbelte die Entstehung einer der wichtigsten Bahnlinien vor Ort den Welthandel an. Ein pulsierendes Viertel entstand, in dessen Fabriken sich Arbeiter und in großer Zahl auch Arbeiterinnen wiederfanden.

Auf dem Pferdemarkt wurden Elefanten und Giraffen verladen und die Familie Hagenbeck führte in rassistischen Völkerschauen Menschen als vermeintlich Wilde vor. In der Nachkriegszeit prägten vor allem die hinzugezogenen, so genannten »Gastarbeiter« als Gewerbetreibende das Gesicht des Viertels. Zwar sind die Kaffeespezialitäten und Imbisse immer internationaler geworden, aber die Gentrifizierung der letzten Jahrzehnte hat das ehemals migrantisch und alternativ geprägte Viertel stark in Mitleidenschaft gezogen. So haben auch lokale Proteste gegen die Verdrängung alteingesessener Anwohner_ innen über Hamburg hinaus Bekanntheit erlangt.

Der Historiker Martin Reiter gewährt Einblicke in die Entwicklungen des Viertels von seinen Anfängen bis heute. Die Teilnehmer_innen begeben sich auf die Suche nach Spuren der (Arbeits-) Migration vor Ort.

Die Veranstaltung kann auch auf Englisch durchgeführt werden.

!Bitte beachten:
Der Rundgang findet gemäß der aktuellen Corona-Bestimmungen (HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO) statt: Bitte weisen Sie die Teilnehmenden auf den notwendigen Abstand von 1,5 Metern hin. Im öffentlichen Nahverkehr besteht für alle eine Maskenpflicht. Zudem benötigen wir – coronabedingt – vorab eine Liste mit den Kontakten zu den Teilnehmenden, um diese ggf. zeitnah informieren zu können.


Anfrage