VON KLIMARETTERN UND KLIMAKILLERN
EIN STADTRUNDGANG ZUM KLIMAWANDEL GLOBAL & LOKAL

Das Klima der Erde ist aus dem Gleichgewicht geraten. Und diese Klimaerwärmung ist menschengemacht. Durch unseren massiven Ausstoß von Treibhausgasen – u.a. bei Energieerzeugung, Mobilität und Lebensmittelproduktion — treiben wir die Erderwärmung kontinuierlich an. Welche Auswirkungen werden steigende Temperaturen in unterschiedlichen Regionen weltweit und auf unser Leben haben? Was bedeutet Climate Justice?

Von globalen Klimafragen ausgehend, widmen wir uns bei diesem Rundgang auch lokalen Zusammenhängen: Wie gut ist Hamburg in Sachen Klimaschutz aufgestellt? Welche sind die Klimakiller in der Stadt und wo gibt es Projekte und Möglichkeiten, sich klimaneutral/er zu verhalten? [..] »

Globale Disparitäten
Hamburgs Rolle im ungleichen Handel der Weltwirtschaft

Hamburg ist heute ein bedeutender Knoten der globalisierten Weltwirtschaft und wichtiger Standort multinationaler Konzerne. Täglich werden über die modernen Containerterminals etwa 380.000 Tonnen Ware aus aller Welt umgeschlagen.

Bei genauerem Blick in die Container fällt jedoch ein deutliches Ungleichgewicht hinsichtlich der gehandelten Produkte auf: Während über den Hamburger Hafen vor allem unverarbeitete Rohstoffe kostengünstig aus Ländern des globalen Südens in die EU eingeführt werden und erst hier durch die verarbeitende Industrie um ein Vielfaches an Wert gewinnen, werden in die Länder des globalen Südens vornehmlich hochwertige Maschinen und Industrieprodukte ausgeführt. Deren Kauf wird häufig durch Kredite aus dem globalen Norden finanziert, wodurch die ohnehin schon hochverschuldeten Empfängerländer in weitere Abhängigkeiten getrieben werden. [..] »

STADT IM FLUSS
STADTENTWICKLUNG RUND UM DEN HAFEN

Hamburg boomt. Immer mehr Menschen ziehen in die Hansestadt oder arbeiten hier. Wie sieht Verdichtung im 21. Jahrhundert aus und wer bestimmt, wie Hamburg sich entwickelt? Am Beispiel der neu entstandenen HafenCity lassen sich grundlegende Strukturveränderung verdeutlichen — weg vom Industriegebiet am Hafen hin zum Stadtteil der Extraklasse.

Das Leben in der Hamburger Innenstadt ist damit aber nicht dem ersten Wandel unterzogen. Die Neustadt und St. Pauli waren lange Zeit Wohnorte, die durch industrielle Arbeit (z. B. in den Werften oder der St. Pauli Brauerei) geprägt waren. In Zeiten der Globalisierung hat sich die Arbeitswelt auf St. Pauli verändert. Die Spuren der Gentrifizierung sind auch hier deutlich zu spüren. [..] »

DAS SYSTEM HAFEN
TRANSPORT UND KLIMASCHUTZ - PASST DAS ZUSAMMEN?

Der Hamburger Hafen ist eine logistische Schnittstelle für globale Güterströme und damit zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit den Klimazielen. Die meisten Häfen sind Verkehrsknotenpunkte zwischen dem (Hafenhinter-)Land und dem Seeverkehr. Wie könnte ein Green Port, also ein ökologisch nachhaltiger Hafenbetrieb, aussehen, der eine deutliche Reduzierung der klimaschädigenden CO2-Emissionen zum Ziel hat? [..] »

REFUGEE STRUGGLES IN HAMBURG
Geflüchtete teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen

Der Stadtrundgang zeigt Hamburg aus lokalen und transnationalen Perspektiven Geflüchteter. Aktivist:innen aus verschiedenen Netzwerken (z.B. Lampedusa in Hamburg, NINA — fraueN IN Aktion, Freedom of Movement Dänemark) teilen ihr Wissen und Erfahrungen mit politischer Organisierung, Unterstützungs-strukturen und alltäglichen Problemen in der Stadt. [..] »

AUFSTIEG, AUSBEUTUNG UND AUFSTÄNDE
Spuren des Kolonialismus in Hamburg

Hamburg und seine Kaufleute haben zweifellos vom Kolonialismus profitiert. Seit dem 17. Jahrhundert verdient Hamburg an Europas kolonialer Expansion, und während des Kaiserreichs wird die Stadt Deutschlands »Tor zur kolonialen Welt«.

Davon lassen sich auch heute noch zahlreiche Spuren im Stadtbild finden. Einige dieser Spuren werden bei der Tour zum Anlass genommen, um darzustellen, wo der unermessliche Reichtum der einflussreichen Kaufleute herkam. [..] »

Wachsendes Hamburg?
Stadtentwicklung am Beispiel des Osdorfer Borns & der Mitte Altona

Hamburg wächst. Zwischen 5.000 bis 7.500 neue Bewohner:innen kommen jedes Jahr hinzu. Im Jahr 2040 könnte die Hansestadt die Zwei-Millionen-Marke knacken. Dabei herrscht schon jetzt allerorts Wohnungsmangel und Mietendruck, dem der Senat mit einer Bauoffensive von 10.000 Wohnungen pro Jahr begegnen will.

Gleichzeitig heißt Stadt immer Veränderung: Wo gestern noch ein Bahngelände brach lag, entsteht heute ein neuer Stadtteil. Wo einst eine grüne Wiese war, wurde in den 1960/70ern eine Großwohnsiedlung geplant und gebaut. [..] »

PALMÖL, FUSEL UND KAISERKAI
DIE HAFENCITY UND IHR KOLONIALES ERBE

Die Tour führt von der Altstadt mit den repräsentativen Kontorhäusern in die HafenCity. Es geht um Hamburger Firmen, um Hamburger Selbstdarstellungen und um verschiedene Phasen der Globalisierung, die die Stadt reich gemacht haben.

Die Handelswaren, die zum Reichtum führten, stammen zumeist aus den Ländern des Globalen Südens, zum Teil aus ehemaligen deutschen Kolonien. Palmöl, Kaffee und Margarine werden dabei näher in Augenschein genommen. Und es wird der Frage nachgegangen, ob die Namensgebungen in der HafenCity »Ausdruck von Weltläufigkeit« sind, wie die HafenCity GmbH erklärt. [..] »

GESICHTER DER GROßSTADT
EINE TOUR DURCH DAS FACETTENREICHE HAMBURG

Gemeinsam nehmen wir Hamburg unter die Lupe, durchkreuzen die Stadt, sammeln Eindrücke, hören, was Bewohne:innen über ihren Stadtteil denken und suchen Antworten auf stadtpolitische Fragen. Die Tour beginnt in der HafenCity. Hier ist ein Stadtteil entstanden, der die Hamburger Innenstadt um über 30 % erweitert. Nächste Station ist das Gängeviertel, das symbolisch für das alte und das neue Hamburg steht. [..] »

Altona – eine internationale Co-Produktion
Ein Stadtteil und seine kulturelle Vielfalt

Altona ist seit 350 Jahren ein Ort, an dem Menschen ankommen und bleiben.Vom Rückzugsort für humanistische Denker während der Zeit der Aufklärung, bis hin zum Zuzug von südeuropäischen Gastarbeitern während der Zeit des Wirtschaftswunders – Altona war in seiner über 350-jährigen Geschichte immer ein Ort, an dem Menschen ankamen und blieben. [..] »

VON GRENZWÄLLEN, GIRAFFEN UND GALAO
DAS HAMBURGER SCHANZENVIERTEL IM WANDEL DER ZEIT

Einflüsse aus allen Teilen der Welt sind hier schon seit Jahrhunderten zu finden und es wird oft von einem »Multikulti«-Viertel gesprochen. Aber entspricht das heute noch der Realität?

Der Name des Viertels geht auf die Zeiten zurück, als hier Dänemark gegen Hamburg kämpfte. Zu Zeiten der Industrialisierung kurbelte die Entstehung einer der wichtigsten Bahnlinien vor Ort den Welthandel an. Ein pulsierendes Viertel entstand, in dessen Fabriken sich Arbeiter und in großer Zahl auch Arbeiterinnen wiederfanden. [..] »

Von der Hafenkogge bis zum Containerfrachter
Stationen der Globalisierung entlang des Hafens

Hamburg und sein Hafen sind untrennbar miteinander verknüpft, und ebenso wie die Stadt selbst, waren die Hafenanlagen einem steten Wandel unterworfen. Kaum ein anderer Teil Hamburgs hat sich in den letzten Jahren so rasant verändert wie der Hafen und die Hafenkante.

Bis zur Jahrtausendwende war dieses Gebiet noch von der Arbeit am Hafen sowie der Nähe zum (verruchten) St. Pauli geprägt. Heute finden sich dort ein Kreuzfahrtterminal, hochpreisige Appartements und Büros sowie gehobene Gastronomie. Wo früher Gebäude vorrangig als Speicher und Lager genutzt wurden, nutzen heute Tourismusbranche, Werbeagenturen und Einzelhandel den Raum. [..] »

Auf dem Weg zum Greenport?
Den Hafen im Hinblick auf Klimaschutz erkunden

Der Hafen Hamburg ist für globalen Güterströme eine wichtige logistische Schnittstelle und damit zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit den Klimazielen. Der Hafen muss emissionsfrei werden!

Die Exkursion greift vor diesem Hintergrund das Green-Port-Konzept auf. Auf dem Rundweg durch den Hafen widmen wir uns ausführlich der Frage, wie globale Transportketten und die Ziele des Klimaschutzes zusammenpassen. Dabei interessiert uns auf der Exkursion besonders die Organisation nachhaltiger Transportketten. [..] »

Hamburgs Wasser
Von Cholera, Sturmfluten und Fahrrinnenanpassungen

Alles verdankt Hamburg seinen Flüssen und Fleeten, ihrer wunderbaren Fähigkeit, Schiffe vom Ewer bis zum 22.000-TEU-Container-Giganten zu tragen.

Wasser ist Lebenselixir, Lebensraum, ist Badespaß und Hamburg-Werbe-Motiv. Heute ist die Elbe sauberer als vor 30 Jahren. Der Gedanke an die Cholera-Epidemie von 1892 entlockt uns zwar ein Schaudern, doch heute ist unser Leitungswasser von bester Qualität und durch die Stadtmodernisierung ist die Gefahr von Krankheitsübertragung weitgehend gebannt. Alles in Ordnung also? [..] »