MAUERN ZWISCHEN ARM UND REICH
VON GLOBALEN FLUCHTBEWEGUNGEN UND ABSCHOTTUNGSPOLITIK

Seit Jahren machen sich immer wieder Karawanen vom Süden Mexikos aus auf den Weg in Richtung USA. Von Januar bis August 2021 wurden in Mexiko fast 150.000 papierlose Personen festgenommen (dreimal mehr als 2020). Im September 2021 saßen ca. 40.000 Geflüchtete aus Haiti und Zentralamerika in der südlichen Grenzstadt Tapachula fest. Einzelne begannen einen Hungerstreik. Zugleich wurde ein neuer Höchststand von Verhaftungen an der Grenze USA-Mexiko erreicht. Im August 2020 wurden mehr als 195.000 Migrant:innen an der Grenze USA-Mexiko festgenommen. Darunter 18.534 minderjährige Unbegleitete.

Die Ursachen, warum Menschen versuchen, in die USA zu migrieren, sind komplex und vielfältig: Armut, Perspektivlosigkeit und anhaltende Gewalt vertreiben immer mehr Menschen aus Zentralamerika. Auch Unterstützer:innen von Geflüchteten werden häufig bedroht und können oft nur unter dem Schutz der Kirche arbeiten.

Im Workshop zeigt der Videojournalist und Medienpädagoge Hauke Lorenz seinen Dokumentarfilm »Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migrant:innen« von 2015. Darin kommen geflüchtete Personen zu Wort und ermöglichen den Teilnehmenden, das Thema Flucht und Migration aus einer nicht-europäischen Perspektive neu zu betrachten.

In den anschließenden Übungen spannen die Teilnehmer:innen gemeinsam mit dem Filmemacher den Bogen von Mittelamerika bis nach Europa. Außerdem gehen sie auf die eigene Rolle und die Verantwortung des globalen Nordens ein. Die Übungen können in Präsenz oder als Online-Seminar auf Deutsch oder Spanisch stattfinden. Link zum Film: www.viacrucismigrante.com


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